Tipps im Umgang mit Blindenführhunden

Woran erkennen Sie einen Blindenführhund?
Ein Blindenführhund trägt während seiner Arbeit ein sogenanntes Führgeschirr. Meist trägt er auch ein deutlich sichtbares rotes Kreuz am Halsband oder ein orangefarbene "Decke" mit einem entsprechenden Hinweis.

Sollten Sie einem Blindenführhund begegnen, so erschweren Sie ihm bitte seine Arbeit nicht und beachten folgende Hinweise.

Streicheln Sie den Blindenführhund bitte nicht:
Das sichere Führen einer sehbehinderten Person ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, die ein hohes Maß an Konzentration erfordert. Vermeiden Sie daher Ablenkungen, wie z.B. das Streicheln oder  Ansprechen des Hundes. Das Locken und füttern von Blindenführhunden ist natürlich ebenfalls tabu.

Eigene Hunde bitte an die Leine nehmen:
Nehmen Sie bitte Ihren eigenen Hund an die Leine, wenn Ihnen unterwegs eine blinde Person mit einem Führhund entgegenkommt, da auch freilaufende und kontaktfreudige Vierbeiner die Arbeit des Hundes erschwert.

Übernehmen Sie bitte nicht die Führung des Blindenführhundes:
Sprechen Sie blinde Personen direkt an und bieten Sie Ihre Hilfe an. Auf keinen Fall sollten Sie in das Führgeschirr des Hundes greifen und somit den Hund verunsichern.

Parken Sie so, dass Sie die Arbeit von Blindenführhunden nicht unnötig erschweren:
Der Blindenführhund ist so ausgebildet, dass er Hindernissen erkennt und ausweicht. Parken Sie daher  bitte am Bordstein so, dass Hund und Halter die Straße ungehindert überqueren kann.

Verkehrsampeln:
Der Hund kann nicht unterscheiden, ob die Ampel nun grün oder rot ist. Sie können den Blinden daher an der Verkehrsampel informieren, z.B. mit "Es ist noch rot - jetzt ist die Ampel grün".

Treppen - aber niemals Rolltreppen:
Erkundigt sich ein Blindenführhundhalter nach einer Treppe, dann erklären Sie ihm bitte nur den Weg zur normalen Treppe. Rolltreppen hingegen sind für alle Hunde aufgrund der Verletzungsgefahr verboten.

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